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Zu Besuch bei Cornilleau

Die Zahlen sind eindrücklich. Seit der ersten produzierten Tischtennisplatte 1968 hat Cornilleau über 3 Millionen Platten hergestellt und liefert diese mittlerweile in über 80 Länder. Damit gehören die Franzosen zu den führenden Anbietern von Tischtennisplatten in Europa.

Eindrücklich waren auch unsere Einblicke. Im Februar 2020 gestattete uns Cornilleau einen exklusiven Rundgang auf dem 10’000 Quadratmeter großen Firmengelände.

Da waren es noch drei

Seit der Insolvenz von Kettler 2019 ist der Herstellermarkt für Outdoor Tischtennisplatten um einen traditionellen Hersteller kleiner geworden. Zwar gibt es immer noch Kettler-Platten, diese stammen aber – wie viele Platten anderer Marken auch – aus der Fabrik von Sponeta. Neben Sponeta gehören noch Decathlon und Cornilleau zu den großen europäischen Herstellern von Outdoor-Tischtennisplatten.

Hergestellt werden die Platten ausschließlich im eigenen Werk in Frankreich. Oder genauer gesagt in Bonneuil-les-Eaux, dem Heimatdorf der Gebrüder Cornilleau, welches rund 1,5 Fahrstunden außerhalb von Paris liegt. Auf dem weitläufigen Gelände stehen nicht nur die Fertigungsanlage und große Lagerhallen, sondern sind auch die Arbeitsplätze von Ingenieuren, Produktentwicklern und dem Backoffice untergebracht. Insgesamt rund 100 Personen arbeiten am Hauptstandort, wobei 60 Personen allein in der Fabrik beschäftigt sind.

Noch echte Handarbeit

Wie wir vor Ort festellen durften, ist das Zusammenbauen der Platten noch immer echte Handarbeit.

Zwar gibt es eine Maschine, welche die Arbeiter unterstützt und die Produktion beschleunigt – zu guter Letzt braucht es aber die perfekt sitzenden Handgriffe und die prüfenden Augen der Profis, damit die fertigen Platten dem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden.

Keine Kompromisse bei der Qualität

„Made in France“ ist bei Cornilleau nicht bloß ein Werbeslogan.

Neben den Tischtennisplatten, die komplett auf dem Fabrikgelände zusammengebaut werden, stammen auch sämtliche Produkte dazu aus der Region. Einzige Ausnahme ist die Melaminharzplatte, welche von einem Hersteller aus Italien stammt. Gerne hätten die Franzosen auch hier einen lokalen Anbieter berücksichtigt. Nach einigen Tests war aber schnell klar, dass kein Produkt aus der Region an die Qualität der Melaminharzplatten aus Italien herankommt.

Die angelieferten Melaminharzplatten werden mit einer hochauflösenden Kamera genauestens geprüft. Bereits ein von Auge nicht sichtbarer Kratzer in der Oberfläche genügt und die Platte wird wieder zurückgeschickt.

Cornilleau als Innovationstreiber

Leider nicht fotografieren durften wir im „Labor“, wo Cornilleau die Produkte von übermorgen entwickelt. Spannend zu sehen, wie dank den kurzen Wegen zwischen Backoffice, wo die Rückmeldungen der Kunden eintreffen, und Forschungslabor an neuen Produkten oder an kleinen Details gearbeitet wird. So wurde beispielsweise die Verpackung anfangs Jahr optimiert, damit die Platten noch besser geschützt und kompakter verpackt beim Kunden ankommen.

Nebenbei investiert Cornilleau auch in Projekte, die kommerziell (noch) nicht attraktiv sind – wie etwa in die erste interaktive Tischtennisplatte Cornilleau YOUPLAY.